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Wegen Pornografie: Strafanzeige gegen Bund

Die Stiftung «Zukunft CH» bekämpft die neue Stop-Aids-Kampagne des Bundesamtes für Gesundheit (BAG). Sie ruft die Bevölkerung dazu auf, zum nächsten Polizeiposten zu gehen und das BAG «mit einer Flut von Strafanzeigen» wegen Pornografie einzudecken.

Dominik Lusser von «Zukunft CH» schreitet gleich selber zur Tat. Er wird am Freitag Nachmittag bei der Luzerner Polizei Strafanzeige erstatten, wie er gegenüber unserer Zeitung sagte.

EVP spricht von Porno-Dampfwalze

Die Stiftung, die aus Angst vor der «schleichenden Islamisierung» der Schweiz gegründet wurde, weitet nun ihren Aktionsradius aus. Sie stört sich daran, dass das BAG Videoclips und Bilder von hetero- und homosexuellen Paaren beim Sex zeigt. «Zukunft CH» verweist auf das Strafgesetzbuch. Gemäss diesem ist es verboten, Pornografie unter 16-Jährigen zugänglich zu machen. Unterstützung erhält die Stiftung von der EVP Schweiz. Auch sie prüft juristische Schritte gegen das BAG. «Auch wenn die Bilder und Clips keine Geschlechtsteile zeigen, so werden sie doch von vielen Betrachtern als pornografisch empfunden», teilte die Partei am Freitag mit. Es stelle sich auch die Frage, welche "Porno-Dampfwalze" bei der nächsten BAG-Kampagne zu erwarten sei.

BAG reagiert gelassen

Das BAG sieht den Strafanzeigen gelassen entgegen. Bei der Kampagne handle es sich nicht um Pornografie, sagte ein Sprecher. Das habe man juristisch abgeklärt. Als Pornografie gelten Darstellungen, die einseitig darauf ausgelegt sind, Menschen sexuell zu erregen. Zudem werden bei Pornografie die Genitalien gezeigt.

Das Video der Kampagne finden Sie hier.