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Soll ein Mann seine Glatze verstecken?

Oben ohne, oben mit? Eine Frage, die sich viele Männer stellen, deren Haarpracht sich lichtet. Die wenigsten mögen öffentlich darüber reden – zwei Politiker haben damit kein Problem.

Beide Politiker kommen aus dem Aargau, beide politisieren für die SVP im Nationalrat. Ob die Parteizugehörigkeit bei der Offenheit bezüglich Kunsthaar eine Rolle spielt, soll an dieser Stelle nicht Thema sein. Luzi Stamm (61) trägt seit Jahren ein angeklebtes Haarteil, wie SRF-Talker Roger Schawinski (68) in seiner Sendung kürzlich in Erinnerung rief. Stamm hat zwei Toupets, die er alle acht Wochen wechseln muss – perfekt angepasst auf sein grau meliertes Haar.

Ulrich Giezendanner (60) begannen die Haare auszufallen, als er etwa 20 Jahre alt war: «Als meine Tochter fragte, wieso Papa keine Haare habe, entschloss ich mich mit etwa 30, ein Toupet anzuschaffen.» Später legte er es wieder ab, wie den Schnauz auch. «Mein Aussehen ist mir bis heute wichtig, die Haarpracht allerdings weniger.» Selbstbewusst trägt er oben ohne: «Den Frauen gefalle ich noch immer gerne – vor allem meiner eigenen.»

Luzi Stamm entschied sich zusammen mit seiner Frau für ein Toupet. Die Reaktionen seien fast durchweg positiv gewesen: «Man sagte, ich sähe damit viel jünger aus.»

Image-Coach Isabelle Herzig (44) aus Münsingen bei Bern sagt: «Inzwischen stehen immer mehr Männer zu ihrer Glatze. Sie ist salon­fähig geworden, vor allem in Kombination mit Bart. Aktuell sucht die Forschung neue Medikamente in der Gentechnik. Und es gibt Möglichkeiten, wie die Glatze kaschiert werden kann.

Quelle: BLICK

AUSWEGE


Ausweg 1: Medikament

Bei einigen Formen des Haarausfalls helfen die Wirkstoffe Finasterid (als Tabletten, Handelsname z. B. Propecia) oder Minoxidil (täglich als Schaum auftragen, Handelsname z. B. Regaine). Erfolgsquote: Haarausfall bei bis zu 83 Prozent gestoppt, bei 65 Prozent wächst sogar wieder was nach.

Ausweg 2: Operation

Bei Glatzenbildung lassen sich eigene Haare (am Hinterkopf entnommen) oder Kunsthaare operativ verpflanzen. Sie werden in kleinen Büscheln in die kahlen Stellen eingesetzt. Pro Sitzung 1500 bis 8000 Haare, 90 Prozent wachsen dauerhaft am neuen Platz an.

Ausweg 3: Verdecken

Moderne Haarteile werden mit einem Spezialklebstoff an der Kopfhaut befestigt oder fein mit den verbliebenen Haaren verknotet. Mann kann sie zwei Monate am Stück tragen, sie halten auch beim Sport und Schwimmen. Damit es echt wirkt, muss die Farbe stimmen.

18.5.2014