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Spitex-Fusion im Seetal geplatzt

Die Spitex Hitzkirchertal will keinen Zusammenschluss mit der Spitex Hochdorf und Umgebung. Fast der ganze Vorstand ist an der Versammlung zurückgetreten.

Eine emotionale Generalversammlung der Spitex Hitzkirchertal: Die 186 anwesenden Mitglieder sprachen sich mit 124 Nein- zu 51 Ja-Stimmen deutlich gegen eine Fusion mit der Spitex Hochdorf und Umgebung aus. Letztere hatte sich am 26. März einstimmig für einen Zusammenschluss entschieden. Bei einem doppelten Ja wäre die Fusion mit zehn Gemeinden und 28 000 Einwohnern auf 1. Januar 2015 in Kraft getreten.

Neuer Präsident

Nach dem Nein trat am Montagabend, mit Ausnahme des Schongauer Gemeinderates Herbert Stutz, der ganze Hitzkirchertaler-Vorstand zurück. Neu übernimmt Roy Simmonds das Präsidentenamt von Esther Bütler. «Die Fusion wäre für die involvierten Gemeinden eine Chance gewesen, künftig alle geforderten Leistungen identisch bei einer starken Spitex-Organisation zu beziehen», sagt Monica Müller Nikolic. Die Gemeinderätin von Ermensee gehörte dem alten Vorstand an. Die Gründe für das deutliche Nein zur Fusion sind für sie schwierig zu orten. Sie denkt aber, «dass die Leute einen Stützpunkt ganz in ihrer Nähe behalten wollten.» Bei einem Zusammenschluss wäre der Stützpunkt Hitzkirch aufgehoben worden.

Kooperation statt Fusion?

Auf den neuen Präsidenten der Spitex Hitzkirchertal Roy Simmonds kommt viel Arbeit zu. Dessen ist sich der ehemalige Altwiser Sozialvorsteher bewusst. Umso mehr, da er sich völlig unvorbereitet der Herausforderung stellt. «Es war für mich ein ad-hoc-Entscheid», sagt er. Zunächst will Simmonds erst eine Auslegeordnung machen. Dabei wird er den Aspekt prüfen, ob statt einer Fusion eine Kooperation mit der Spitex Hochdorf und Umgebung ein Thema sein könnte. Bezüglich Fusion oder Zusammenarbeit mit dem Verein Hitzkirchertal dürfte es in Hochdorf allerdings zu einem Timeout kommen.

Quelle: Neue Luzerner Zeitung

16.4.2014