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Maurer: «Das war wohl ein Vater-Reflex»

Im Abstimmungskampf um die Gripen-Beschaffung hat sich Bundesrat Ueli Maurer im kritischen Interview mit der «Rundschau» enerviert gezeigt. «Das war wohl ein Vater-Reflex», erklärt Maurer nun. Versuche, die Armee und ihr Umfeld zu diskreditieren, ärgerten ihn.

Sein Auftritt in der «Rundschau» warf hohe Wellen. Verteidigungsminister Maurer hatte sich vor laufender Kamera über einen TV-Beitrag zum Kampfjet Gripen enerviert. Er geisselte diesen als tendenziös, zumal für ein Fernsehen, das von öffentlichen Geldern lebe.

Seine emotionale Reaktion begründete der Bundesrat im «SonntagsBlick» damit, dass es ihn ärgere, wenn man versuche, die Armee und ihr Umfeld zu diskreditieren. Schliesslich gäben dort Hunderttausende von Leuten jeden Tag ihr Bestes. «Wenn man diesen Menschen derart schnoddrig begegnet, dann stelle ich mich vor sie. Das ist wohl der Vater-Reflex.»

Das Kind mit dem Bade ausschütten wollte Maurer aber nicht. So fand er für SRG-Generaldirektor Roger de Weck in der «Schweiz am Sonntag» lobende Worte: «Ich finde, er persönlich hat eine gute Linie und ein gutes Gespür.» Als oberster Chef der SRG mache er es nicht schlecht. «Als Person überzeugt er mich, politisch haben wir andere Ansichten.»

«Das beste Departement»

Ein Nein zum Gripen wäre kein Grund für Ueli Maurer, das Departement zu wechseln. Denn «das VBS ist das beste Departement, das es gibt», sagte der Bundesrat dem «SonntagsBlick». Entsprechend werde er auch bei den Bundesratswahlen 2015 wieder kandidieren.

21.4.2014