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EU-Kritiker Farage kommt in die Schweiz

Bei seinem Trip nach Strassburg unterhielt sich SVP-Nationalrat Lukas Reimann mit dem bekannten britischen EU-Kritiker Nigel Farage. Weil ihm die Schweiz am Herz liege, beehre er sie noch dieses Jahr mit einem Besuch, verrät Reimann.

Tumulte gestern im Europaparlament bei der Diskussion über die Schweiz und das Ja zur ­Zuwanderungs-Initiative der SVP. Der italienische Lega-Nord-Politiker Mario ­Borghezio schwenkte eine Schweizerfahne und wetterte gegen die «EU-Diktatur».

Applaus für die «grossartige Aktion» gab es von SVP-Nationalrat Lukas Reimann, der auf der Zuschauertribüne sass. Auch wenn er sich von vielen ­Ideen des Lega-Politikers distanziert – Borghezio bezeichnete etwa Aspekte des Manifests des norwegischen Massenmörders Anders Breivik als gut – sei es toll gewesen, «die Schweizer Flagge im Herzen des EU-Machtzentrums wehen zu sehen».

Reimann unterhielt sich auch mit anderen EU-Skeptikern. Besonders angetan hat es ihm schon länger der britische Ukip-Politiker Nigel Farage, der für Grossbritanniens EU-Austritt kämpft. Farage seinerseits ist begeistert vom Votum des Schweizer Volks. Reimann liess es sich deshalb nicht nehmen, den Briten zu einem Referat einzuladen. «Und er hat versprochen, die Einladung anzunehmen», sagt der St. Galler zu Blick. Zwar wolle Farage die Europawahl im Mai abwarten, danach werde er aber an einer Veranstaltung der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS) auftreten.

Der Besuch sei die Reise wert gewesen, bilanziert Reimann. Zusammen mit Ratskollege Eric Nussbaumer (SP) fühlte er der EU in Strassburg den Puls. Der Grossteil der EU-Politiker verhalte sich sachlich und überlegt.

1.3.2014