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Arbeitslosenquote liegt bei 3,3 Prozent

Die Arbeitslosenquote in der Schweiz ist im März zurück gegangen. Doch saisonbereinigt verharrt sie seit Mai 2013 auf dem gleichen Stand. "Wir hätten einen stärkeren Rückgang erwartet", sagt Boris Zürcher, Leiter der Direktion Arbeit im SECO.

Gründe für die langsamere Entwicklung sind kaum auszumachen. "Der Rückgang erfolgt in kleinen Schritten", sagt Zürcher.

In den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren im März 142'846 Arbeitslose eingeschrieben. Das sind gemäss Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) 6413 weniger als im Februar (-4,3 Prozent), aber 3853 Personen mehr als im März 2013 (+2,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,3 Prozent, nach 3,5 Prozent im Februar. Saisonbereinigt veränderte sich die Quote nicht. Sie liegt bei 3, 2 Prozent.

Auch wenn das SECO mit einem Rückgang bei der saisonbereinigten Arbeitslosenquote gerechnet hatte - drastisch wird sich die Zahl kaum mehr verändern. Experten sprechen von der konjunkturneutralen Arbeitslosigkeit. "Mit 140'000 Arbeitslosen ist der Boden vermutlich bald erreicht", sagt Zürcher.

Bei den Jugendlichen (15- bis 24-Jährige) verringerte sich die Arbeitslosigkeit um 8,1 Prozent auf 17'854 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das 5 Prozent weniger.

Insgesamt wurden 199'911 Stellensuchende registriert, 6023 weniger als im Vormonat, aber 5687 mehr als vor einem Jahr (+2,9 Prozent).

Weiter gab das SECO die Zahlen bekannt zur Kurzarbeit und zur Anzahl der ausgesteuerten Personen im Januar: 3742 Personen verloren das Recht auf Arbeitslosenentschädigung. Bei der Kurzarbeit reduzierte sich die Anzahl der Betroffenen um mehr als 45 Prozent auf 1952 Personen respektive 214 Unternehmen (-31,4 Prozent).

Arbeitslosenversicherung schliesst mit Überschuss

Im vergangenen Jahr hat die Arbeitslosenversicherung (ALV) 4,809 Mrd. Fr. ausbezahlt. Auf die Entschädigung von Kurzarbeit entfielen rund 133 Mio. Franken, auf Schlechtwetterentschädigungen 74 Mio. Franken und auf Insolvenzentschädigung 33 Mio. Franken.

Etwas mehr als eine halbe Milliarde wurde für arbeitsmarktliche Massnahmen aufgewendet, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Mittwoch mitteilte.

Insgesamt beliefen sich die Aufwände des Ausgleichsfonds der ALV auf 6,47 Mrd. Fr. und die Erträge auf 7,06 Mrd. Franken. Einnahmen und Ausgaben liegen höher als im Vorjahr. Der Ausgleichsfond schliesst mit einem Überschuss von 0,59 Mrd. Franken (Vorjahr 1,16 Mrd. Franken).

Dank des Überschusses konnte die ALV Darlehen von 0,8 Mrd. Fr. an den Bund zurückbezahlen. Die Darlehensschulden sind dadurch per Ende Jahr auf 4,2 Mrd. Fr. gesunken.

Für 2014 rechnet das SECO mit einem Überschuss von 0,75 Mrd. Franken. Die Schulden werden sich weiter auf 3,4 Mrd. Fr. reduzieren.

9.4.2014