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Kampf um Bundeszentren ist lanciert

Die Zentralschweiz und das Tessin müssen 690 Plätze für Asylbewerber bereitstellen. Das ist für Luzern verlockend.

Luzern sucht nach Standorten für ein Asylzentrum des Bundes. Dies, nachdem sich Bund und Kantone geeinigt haben, die Schweiz in sechs Asylregionen einzuteilen. Jede Region muss, gemessen an der Bevölkerungsgrösse, eine Anzahl Asylbewerber unterbringen. Für die Region Zentral- und Südschweiz (die Kantone LU, NW, OW, SZ, TI, UR, ZG) sind 690 Plätze vorgesehen, davon 290 in einem Verfahrenszentrum und gesamthaft 400 Plätze in zwei Ausreisezentren.

Entscheid kommt im Herbst
Der Luzerner Regierungsrat Guido Graf ist einem Bundeszentrum im Kanton Luzern nicht abgeneigt. «Damit wäre unser Integrationsaufwand geringer.» Mit der Neustrukturierung des Asylwesens werden die Standortkantone vom Bund entschädigt. Kantone mit einem Bundeszentrum müssen künftig weniger Asylbewerber aufnehmen, die auf die kantonalen Zentren verteilt werden.

In Zahlen ausgedrückt: Bisher hat der Kanton Luzern 980 Asylsuchende unterbringen müssen. Mit der Neustrukturierung bräuchte er nach aktuellen Berechnungen noch 552 Asylsuchende aufzunehmen. Würde man gar ein Bundeszentrum auf Kantonsgebiet betreiben lassen, wären es noch deren 422. Ein Bundeszentrum würde sich auch finanziell lohnen.

Quelle: Neue Luzerner Zeitung

9.4.2014