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Schloss Heidegg älter als bisher angenommen

Das Schloss Heidegg im Luzerner Seetal ist gemäss Archäologen älter als bisher angenommen. Teile des heutigen Turms wurden im 13. und nicht erst im 16. Jahrhundert erbaut. Dies ergab eine Auswertung von Holzproben.

Das Schloss bei Gelfingen im Luzerner Seetal ist damit der älteste Wohnbau im Kanton, wie die Luzerner Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Im Schloss verberge sich eine hochmittelalterliche Burg.

Bisher galt einzig der südliche Kellerraum des Schlosses als mittelalterlich. Eine Nachprüfung der Proben von Eichen- und Weisstannenbalken im Sommer 2013 ergab, dass auch die untere Hälfte des heutigen Turms nicht erst im 16., sondern bereits im frühen 13. Jahrhundert erbaut wurde.

Heidegg ist mit seinen bis zu fünf Metern dicken Mauern die grösste Luzerner Burg. Das Kerngebäude aus der Zeit um 1192 wurde um 1230 und 1236/37 erweitert und erhöht.

Das Ergebnis sei schlichtweg sensationell, wird Konservator und Geschäftsführer Dieter Ruckstuhl in der Mitteilung zitiert. Es werfe aber neue grundlegende Fragen zur Bau- und Schlossgeschichte auf. Die Vereinigung Pro Heidegg, Trägerin des Schlossbetriebes, wolle in nächster Zeit die Erforschung der Heidegger Frühzeit vorantreiben.

Das Schloss Heidegg verfügt über einen Park und Rosengarten sowie über ein Museum. Dieses wurde 2013 von knapp 10'000 Personen besucht. Ab dem 5. April bis zum 31. Oktober ist auf Heidegg die Sonderausstellung «Die Burg im Schluss» zu sehen, die unter anderem die neuen Forschungsergebnisse thematisiert.

2.4.2014