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Salle Modulable: Politiker erfreut

Das Urteil aus Bermuda stösst bei Politikern grundsätzlich auf Freude. Es wird aber auch zu Vorsicht gemahnt.

Vertreter aller sechs im Luzerner Stadtparlament vertretenen politischen Parteien reagieren mehrheitlich mit freudiger Überraschung auf einen Entscheid des Gerichts in Bermuda. Dieses hatte geurteilt, dass der Rückzug der 120 Millionen Franken für das Projekt eines flexiblen Musiktheatergebäudes in Luzern zu Unrecht erfolgt sei.

Einen zusätzlichen Schub durch das Urteil erhoffen sich die Stadtluzerner Politiker nun auch für das seit zweieinhalb Jahren geplante Projekt Neue Theater-Infrastruktur (NTI), mit dem Kanton und Stadt Luzern den Theaterplatz Luzern neu positionieren wollen. Nun könne man wieder Optionen diskutieren, «um die Kulturstadt Luzern im etablierten Bereich weiterzuentwickeln», sagt etwa SP-Grossstadtrat Marcel Budmiger. «Das bietet auch Chancen für neue Nischen beziehungsweise alternative Kulturprojekte.»

«Neue Chance»

Es sei eine «neue Chance, die genutzt werden kann und für Luzern und die ganze Innerschweiz und darüber hinaus ein Gewinn wäre», betont Michael Zeier-Rast (CVP). «Ohne diese Fremdfinanzierung wären Stadt und Kanton Luzern kaum in der Lage, die finanziellen Mittel für das Projekt Neue Theater-Infrastruktur selber beizutragen», sagt Marcel Lingg (SVP).

Die Politiker weisen aber auch darauf hin, dass noch nicht sicher sei, wann und wie viel Geld aus Bermuda dereinst fliessen werde. Und Sonja Döbeli (FDP) warnt: «Wir dürfen uns nicht von potentiellen Sponsorengeldern für den Bau der neuen Theater-Infrastruktur blenden lassen. Denn den Unterhalt müssen die Stadt und der Kanton über die nächsten Generationen hinweg finanzieren können.»

Quelle: Neue Luzerner Zeitung

25.2.2014