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Luzern erhält ein neues Institut für Hausärzte

Die Luzerner Ärztegesellschaft reagiert auf den Hausarztmangel und gründet ein Institut. So soll der Nachwuchs gesichert werden.

Im Kanton Luzern droht ein Mangel an Hausärzten. Rund 60 Prozent der Ärzte mit Grundversorgertitel sind heute zwischen 50 und 60 Jahre alt und werden demzufolge in den nächsten 5 bis 15 Jahren pensioniert. Jetzt ergreift die Luzerner Ärztegesellschaft die Initiativ: Am nächsten Freitag gründet sie ein Institut für Hausarztmedizin und Community Care (medizinische Betreuung zu Hause). Der Kanton beteiligt sich mit 50 000 Franken an der Anschubfinanzierung von jährlich rund 200 000 Franken. Hauptsächlich wird das neue Hausarzt-Institut über Sonderbeiträge der Ärztegesellschaft-Mitglieder finanziert.

Ausbildung hinkt hinterher

Aldo Kramis, Präsident der kantonalen Ärztegesellschaft erklärt: «Wir haben das Problem, dass zu wenig Ärzte ausgebildet werden und vorwiegend Frauen in Praxen arbeiten, die Teilzeit angestellt sind.» Und Christoph Merlo, Hausarzt in Luzern und Projektleiter des Instituts, ergänzt: «Wir möchten mit dem Institut den Hausärzte-Nachwuchs in Luzern und dann auch in der Zentralschweiz langfristig sichern.» Bereits im November hat die Ärztegesellschaft einen Kooperationsvertrag mit dem Seminar für Gesundheitswissenschaften der Uni Luzern unterzeichnet.

Quelle: Neue Luzerner Zeitung

18.2.2014