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Brisante Sparideen: Kantis und Klinik wegsparen

Brisante Sparideen aus dem Luzerner Kantonsrat: Die Langzeitgymis sollen abgeschafft, die Kantis Schüpfheim und Beromünster geschlossen und die Höhenklinik Montana verkauft werden. Die Regierung sagt: «Kein Kommentar.»

Die Kasse ist klamm, der Kanton Luzern muss in den Jahren 2015 bis 2017 weitere rund 250 Millionen Franken einsparen. Das Sparpaket «Leistungen und Strukturen 2» soll die Massnahmen für die Entlastung des 3,5, Milliarden schweren Kantonshaushalts liefern. Eine 17-köpfige Spezialkommission des Kantonsrats hat dem Luzerner Regierungsrat letzten Woche eine Liste mit Sparvorschlägen überreicht. Das Papier ist «top secret», Recherchen der «Neuen Luzerner Zeitung» zeigen nun weshalb: Laut mehreren Quellen soll im Bereich Bildung die Schliessung der Kantis Beromünster und Schüpfheim auf der Spar-Liste aufgeführt sein, dazu kommt die Abschaffung der Langzeitgymnasien. Zum wiederholten Mal thematisiert wird auch der Verkauf der Höhenklinik Montana, den der Kantonsrat eigentlich schon vor Jahren beschlossen hat.

Mittelschullehrer «schockiert»

Remo Herbst, Präsident des Verbands der Luzerner Mittelschullehrer, zeigt sich von den Sparvorschlägen im Bereich Bildung «schockiert». Es könne doch nicht sein, dass auf dem Buckel der Schüler Unternehmen dank Steuersenkungen begünstigt würden.

Der Regierungsrat will sich derzeit zu den Sparvorschlägen nicht äussern. Er will die Vorschläge auf ihre Machbarkeit hin bis im Mai prüfen.

Quelle: Neue Luzerner Zeitung

24.2.2014