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Bauern ärgern sich über den Veterinärdienst

Der Veterinärdienst verunsichert die Bauern mit einem schwer verständlichen Brief. Dabei geht es nur darum, strengere Kontrollen anzukünden.

Die Luzerner Landwirte werden neu in gewissen Bereichen häufiger kontrolliert als heute. Das sorgt bei den Betroffenen genauso für Unmut wie das ankündigende Schreiben des Veterinärdiensts. So sagt Bauer Moritz Bachmann aus Malters: «Die Bürokratie nimmt von Jahr zu Jahr zu. Ich bin frustriert.»

Die Landwirtschaftskommission der SVP will die Änderungen nicht einfach hinnehmen und stellt dem Veterinärdienst 18 Fragen zu den Neuerungen. Martin Brügger, Bereichsleiter Tiergesundheit, will Anfang März schriftlich antworten.

Drei Kantone, eine Kontrollstelle

Dass es auch einfacher geht, beweisen die Kantone Schwyz, Zug und Nidwalden. Sie haben einen gemeinsamen Kontrolldienst geschaffen und sorgen so dafür, dass die Bauern nur von einem Kontrolleur besucht werden.

Im Kanton Luzern dagegen werden Landwirte von einem amtlichen Kontrolleur und von einer von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald beauftragten privaten Kontrollbehörde geprüft. Stefan Heller, Geschäftsführer des Luzerner Bauernverbands, würde sich dies auch für Luzern wünschen: «Ich kann nicht verstehen, warum nicht eine maximal mögliche Koordination der Kontrollen angestrebt wird.»

Der Brief des Veterinärdienstes [110 KB]
Merkblatt des Veterinärdienstes [137 KB]

Quelle:
Neue Luzerner Zeitung

21.2.2014