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Verschärfte Kontrollen bei FCL-Heimspielen

Ab Sonntag müssen Matchbesucher in Luzern mit strengeren Eingangskontrollen rechnen. Im Extremfall kontrolliert die Polizei bis in den Intimbereich.

Das verschärfte Hooligan-Konkordat wird in der Swissporarena in Luzern erstmals am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen die Grasshoppers angewendet. Künftig kommen strengere Eingangskontrollen unter Berücksichtigung der Verhältnissmässigkeit zur Anwendung, wie der Kanton Luzern am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt. Darauf einigten sich Sicherheitsvorsteherin Yvonne Schärli, die Luzerner Polizei, die FCL-Vereinsspitze unter der Führung von Präsident Ruedi Stäger, die Fanarbeit, die Vereinigten FCL-Fan-Clubs und die United Supporters Luzern an einem runden Tisch am Dienstagabend.

In Einzelfällen Kontrollen im Intimbereich

Wie der Kanton Luzern weiter schreibt, müssen die Besucher «punktuell und selektiv» mit Ganzkörperkontrollen über den Kleidern rechnen. Private, speziell geschulte Sicherheitsleute tasten den ganzen Körper nach verbotenen Gegenständen ab. Der Griff in den Intimbereich durch private Sicherheitsleute wird jedoch nicht angewendet. Auf konkreten Verdacht hin kann die Polizei in Einzelfällen in nicht einsehbaren Räumen auch Kontrollen unter den Kleidern, sogenannte Leibesvisitationen, vornehmen.

Das Hooligan-Konkordat sieht weitere Massnahmen vor, die bereits bekannt sind. So können neu Rayonverbote verhängt werden, die bis zu drei Jahren dauern können. Weiter können verschärfte Meldeauflagen zum Zug kommen, die bei Körperverletzung, Landfriedensbruch, Gewalt und Drohung, Gefährdung Dritter oder qualifizierte Sachbeschädigung direkt als Massnahme verhängt werden können.

Keine flächendeckende Eingangskontrollen

Verzichtet wird auf die flächendeckende, systematische Eingangskontrolle (inkl. ID-Kontrolle) sowie das Kombi-Ticket. Mit diesen hätten registrierte Fans nur mit vorgeschriebenen Transportmitteln zum Stadion gelangen können.

Alle Beteiligten äusserten sich durchwegs positiv über die aktuelle Situation. Generell zum Ausdruck kam die Zufriedenheit über die Tatsache, dass es in den letzten zwölf Monaten in der Swissporarena zu keinen gewalttätigen Vorfällen gekommen ist. Die Beteiligten wollen nach Saisonende zusammenkommen und die Situation erneut analysieren.

FC Luzern überdenkt Preispolitik


Das nachlassende Zuschauerinteresse macht dem FC Luzern zu schaffen. Trotz erfolgreicher Vorrunde ist die durchschnittliche Besucherzahl auf 11'051 pro Heimspiel zurückgegangen. Zum Vergleich: In der ersten Saison in der neuen Swissporarena kamen vor zwei Jahren im Schnitt über 14'300 Fans an die FCL-Heimspiele.

Präsident Ruedi Stäger überlegt sich, Anpassungen bei den im Vergleich zur Konkurrenz hohen Eintrittspreisen zu veranlassen. Allfällige Anpassungen würde der FCL rechtzeitig kommunizieren und frühestens auf die Saison 2014/15 einführen.

30.1.2014